Mit dem Bau der Eisenbahn und dem Ende des 19. Jahrhunderts endete für Lautlingen auch die Romantik eines "verschlafenen" Bauerndorfes.
Wie in den anderen Orten der heutigen Stadt Albstadt beschränkten sich die aufkeimenden Betriebe jedoch auf die Herstellung von Wirkwaren d.h. dies war der Anfang der Trikotindustrie. Fast 100 Jahre früher wurde in Ebingen die Strumpfwirkerei von den ev. Hugenotten eingeführt, und so fand der erste hölzerne Strumpfstuhl den Weg über Calw nach Ebingen. So ergab sich auch eine neue Erwerbsmöglichkeit für die umliegenden Gemeinden. Die Zulieferer waren ebenso wichtig wie die Hersteller. In den Dörfern wurde so "im Lohn" Wolle gekämmt und gesponnen, das Garn dupliert und Strümpfe zusammengenäht.
Bereits 1836 stellte Johannes Maute zum Löwen (Ebingen) den ersten mechanischen Rundstuhl Deutschlands bei sich auf. Er verbesserte diesen außerdem entscheidend.
Aus dem Jahr 1861 besagt eine Statistik für den Zollverein folgendes: Lautlingen 6 gehende Webstühle, 5 Meister und 1 Lehrling. Damals war also schon damit begonnen worden, in den Bauernhäusern zum Nebenerwerb zu weben, nähen oder zu stricken. Seit dem Jahre 1887 wurde hier eine Filiale der Samet- (Samt-)fabrik Ott aus Ebingen betrieben und 1908 kam ein Filialbetrieb der Fa. Conrad Ammann, Tailfingen, dazu. In den 20er Jahren unseres Jahrhunderts eröffnete in der Bahnhofsstraße dann auch die Fa. Reinhold Haux, Ebingen, eine Filiale. Das Betriebsgebäude stand an der Stelle der heutigen Fa. Röcker, Von-Stauffenberg-Straße. In den dreißiger Jahren dann folgte der Aufschwung der Gemeinde mit Betrieben die z.Teil heute noch bestehen.
Nachstehend die größten Firmen die über lange Zeit das industrielle Bild unseres Dorfes bestimmten bzw. heute noch bestimmen: Hermann Schempp gegr. 1924 (besteht nicht mehr als Trikothersteller), Otto Bitzer, gegr. 1928 (besteht nicht mehr), German Götz, Göla, gegründet 1930, in den 90er Jahren nach Meßstetten verlegt (kein produzierender Betrieb mehr), Gebrüder Mey, gegründet 1938, Huber-Masche, gegründet 1935 im damaligen Gasthaus "Rad", heute im ehemaligen Göla -Gebäude und Fa. Röcker, gegründet 1951 (besteht nicht mehr).
Weiters bestehen von jeher noch kleinere Strickereien und andere Lohnbetriebe. Seitdem auf Eschach das neue Gewerbegebiet entstanden ist, siedeln sich dort viele Firmen an, die in Ebingen keine Erweiterungsmöglichkeit mehr hatten. Auch von den Lautlinger Firmen, die in den letzten Jahren stark expandierten, wird dieses Gewerbegebiet gerne angenommen. Die hier ansässigen Betriebe sind in der Lage ca. 1000 Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.
Einer der größeren Arbeitgeber in den letzten Jahren sind die "Zollernalb-Werkstätten" der Lebenshilfe Zollernalb in denen Behinderte ebeson Abreit finden wir Nichtbehinderte.